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50 Jahre Hip Hop
Wenn man von Manhattan an der 145ten Straße über den Harlem River in die Bronx kommt erhebt sich zur Rechten ein gigantisches Einkaufszentrum über den Fluss, ein Betonkoloss voller Discount-Läden, den die Bewohner des ärmsten New Yorker Stadtteils bequem erreichen können, um die Autos mit den Vorräten für die Woche voll zu laden. Manhattanites empfinden das Zentrum als Scheußlichkeit doch für den Bezirk, in dem es sonst an vielen Ecken schwer ist, sich mit dem Nötigsten zu versorgen, ist es ein Segen.
taz. 12.8.2023
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- Kategorie: Kultur
David Zirin ist Sportkommentator des politischen Wochenmagazins „The Nation“. Zirin tut sich seit Jahren dadurch hervor, dass er den Zusammenhang von Sport und Politik in den USA kritisch beleuchtet. Jetzt hat er einen Dokumentarfilm über die Football-Liga NFL und die ideologischen Strömungen produziert, die den Football in den USA durchziehen.
Taz, 24.09.2022
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- Kategorie: Kultur
Eine Retrospektive in New York würdigt Faith Ringgold und ihr außerordentliches Werk, im Museum of Modern Art hängt sie nun neben Picasso.
Süddeutsche Zeitung, 23. Februar 2022
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- Kategorie: Kultur
In New York und Philadelphia eröffnet die erste Jasper-Johns-Retrospektive seit 25 Jahren. Die monumentale Werkschau rettet einen der wichtigsten Maler dieser Zeit aus einer Ecke, in die ihn die Kunstwelt vor Jahrzehnten gesteckt hat.
Süddeutsche Zeitung, 4. Oktober 2021
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- Kategorie: Kultur
Kurz vor seinem 75. Geburtstag spricht Paul Auster über sein Verhältnis zur Sterblichkeit, seine Biografie des Schriftstellers Stephen Crane und darüber, wie Politik einen manchmal jünger machen kann.
Süddeutsche Zeitung, 28.1.2022
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- Kategorie: Kultur
Der Linguist John McWhorter wirft der neuen Linken in seinem Buch selbstgerechten Moralismus vor. Ein Gespräch über Rassismus, Rechtschaffenheit und den Unterschied zwischen Gesten und Handlungen.
Süddeutsche Zeitung, 2. Februar 2022
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- Kategorie: Kultur
900 Seiten über den letzten Juden: Joshua Cohens Roman "Witz" erscheint nun auf Deutsch. Ein Gespräch über Hybris und die Frage, wie Gott wohl über die Welt spräche.
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- Kategorie: Kultur
Cicero, 15.4.2026
Donald Trump tut sich überaus schwer, im eigenen Land die Invasion des Iran zu verkaufen. Die Begründungen für den Angriff schwankten alleine in den ersten zehn Tagen danach von der Verhinderung eines Atomschlages gegen Amerika über die Befreiung des iranischen Volks bis hin zur Vernichtung der nuklearen Kapazitäten des Landes, von denen er jedoch bereits neun Monate zuvor behauptet hatte, es gebe sie nicht mehr. Von Tag zu Tag schien der US Präsident sich tiefer in seinen widersprüchlichen Argumenten zu verheddern, während die Zustimmungsraten für den Militärschlag im Land täglich weiter abstürzten.
Der Entschluss, sich genau zu diesem Zeitpunkt im Nahen Osten in ein neues Abenteuer zu stürzen, wirkte zunehmend impulsiv und unüberlegt. Vor allem auch aus dem eigenen Lager hagelte es Kritik. Das Portal Bulwark, eine Plattform moderater Konservativer, titelte „Trump ist von einem Krieg verwirrt, den er selbst angezettelt hat“. Der ehemalige Fox News Moderator Tucker Carlson, der sich als republikanischer Präsidentschaftskandidat für 2028 in Stellung bringt, sprach von einem „ekelhaften und bösartigen“ Angriff. Curt Mills, Herausgeber des Magazins „The American Conservative“ sagte, das sehe sehr nach einer Wiederholung der Invasion des Irak aus, einer amerikanischen Militärmission, die kolossal gescheitert war.
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- Kategorie: Politik
In den Vereinigten Staaten organisieren sich junge Arbeitnehmer:innen gegen prekäre Arbeit und soziale Ungleichheit – und entdecken Gewerkschaften als politische Kraft neu.
Taz 30.4.2026
Ein schmuckloser Kellerraum der Bibliothek von Kensington, einem ethnisch bunten Viertel von Brooklyn, das gefühlt viel weiter als die geografischen 20 Kilometer von Manhattan entfernt ist. Linoleumfußboden, feuerfeste Wandfarbe, keine Fenster. Um drei große Tische sitzen an einem verregneten Samstag 16 junge Menschen, niemand über 30, mit gezückten Notizblöcken und lauschen aufmerksam einer Powepoint-Präsentation.
Eric Birnbach, ein altgedienter Gewerkschafter mit grauen Haaren und hochgekrempelten Hemdsärmeln, erklärt die Schritte zur Arbeiterorganisation am Arbeitsplatz. Wie kommt man mit Mitarbeitern ins Gespräch? Wie erfährt man ihre Sorgen und Probleme? Wie überzeugt man sie davon, etwas zu tun? Wie kontert man die Einwände der Bosse? Und schließlich der schwerste Schritt: Wie überzeugt man sie davon, sich einer Gewerkschaft anzuschließen?
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- Kategorie: Politik
In den Vorwahlen der US-Demokraten setzen sich immer mehr junge, linke Kandidatinnen durch. Sind sie das Rezept der Partei für den Triumph gegen die Maga-Bewegung?
Republik, 04.08.2026
Ein schwülwarmer Sommersamstag in Harlem. Gewitter liegt in der Luft. In die St. Mary’s Church nahe der 125th street, der Magistrale des berühmtesten afroamerikanischen Viertels der USA, drängen sich mehr als 200 Menschen. Große Ventilatoren sind im Hauptschiff aufgestellt worden, es gibt keine Klimaanlage. Es rinnt der Schweiß.
Sie sind gekommen weil sie Sozialisten werden wollen oder zumindest neugierig sind. Die Partei der „Democratic Socialists of America“, die alleine in New York 15,000 Mitglieder hat, hat zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Wie man sich einbringen kann, an welchen Stellen man Dinge bewegen oder verändern kann. Wie man auf lokaler Ebene effektiv gegen das Trump Regime kämpfen kann.
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- Kategorie: Politik
Warum der Philosoph Cornel West um die US Präsidentschaft kandidierte
taz, 19.10.2024
Cornel West hatte offensichtliches Vergnügen an seinem Gerichtstermin in Pittsburgh am vergangenen Montag, bei seinem Plädoyer dafür, im Swing State Pennsylvania zur Präsidentschaftswahl zugelassen zu werden, fühlte sich der Philosoph und Theologe ganz in seinem Element. In seiner charakteristischen Mischung aus Vorlesung und Predigt ließ er das Gericht wissen, es gehe hier darum, „den moralischen und spirituellen Verfall Amerikas“ aufzuhalten. Es sei zentral für das Überleben der amerikanischen Demokratie, sagte er, dass die Öffentlichkeit Zugang zu anderen Stimmen bekomme, zu Stimmen, wie der seinen.
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- Kategorie: Politik
Pulitzer-Preisträger Evan Osnos berichtet für den New Yorker seit Jahren aus Washington und hat hautnahe den Aufstieg von Donald Trump begleitet. In seinem Buch „Mein wütendes Land“ versucht er die tiefen Ursachen für das Auseinanderdriften der USA anhand des Schicksals dreier Städte und ihrer Bewohner nach zu zeichnen.
Die Zeit 5.11.2022
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- Kategorie: Politik
„Ich habe nicht die Partei verlassen, die Partei hat mich verlassen.“
Tom Nichols ist Professor für Außen- und Sicherheitspolitik an der Universität der amerikanischen Kriegsmarine und an der Harvard Universität und war Sicherheitsberater im US Senat. Nichols gilt in den USA nach zahlreichen Artikeln in namhaften Publikationen wie der New York Times und dem Atlantic Monthly als eine er bedeutendsten konservativen Stimmen gegen Trump. Nichols ist Berater für das Lincoln Project, einem Zusammenschluss ehemaliger republikanischer Politiker, die im Wahlkampf Joe Biden unterstützen.
Frankfurter Rundschau 18.10.2020
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Erst kippte der Supreme Court das Abtreibungsrecht, ein Verbot der Homo-Ehe und von Verhütungsmitteln könnten folgen. Hinter dem reaktionären Ruck steht Richter Clarence Thomas
Focus, 8.7.2022
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- Kategorie: Politik
Die Demokratie in den USA feiert ihren 250. Geburtstag – und ist bedroht wie nie. Doch gerade der Blick in die Geschichte der US-Verfassung bietet Anlass zur Hoffnung.
Republik, 04.07.2026
Ob am 4. Juli 1776 tatsächlich die Glocke läutete im Dachstuhl des State Housevon Pennsylvania, ist nicht belegt. Historikerinnen mutmassen aber, dass sie, um die Geburt einer Nation kundzutun, in Schwung gebracht wurde – jene Glocke, die man 24 Jahre zuvor bei einer Giesserei in London bestellt hatte. Sie sollte Delegiertenversammlungen und öffentliche Kundgebungen in der Staatshauptstadt Philadelphia einberufen, nun ertönte sie, glaubt man, damit jeder Mann, jede Frau und jeder Sklave um die Proklamation der Unabhängigkeit von der englischen Krone wisse.
Fest steht, dass ihr Klangkörper früh schon beschädigt wurde. Der heute berühmte Sprung entstand dann später im Zuge von erfolglosen Reparaturarbeiten. Die Glocke trägt auftragsgemäss die Inschrift, derzufolge sie «allen Bewohnern des Landes Freiheit» verkünde. Im Jahr der Gravur, 1752, war das eine Prophezeiung. Dass sie ein Vierteljahrhundert später in Erfüllung gegangen sein soll, macht sich bis heute prächtig als einer der Ursprungsmythen der United States of America.
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- Kategorie: Essay
Gemischte Gefühle bei meiner Einbürgerung in die USA:
Was bleibt unter Trump vom Versprechen einer großen Gemeinschaft?
Taz, 8.2.2025
Endlose Reihen fest verschraubter Sitze, Rücken an Rücken, frisch gewienerter Linoleumfußboden – der Raum 310 der New Yorker Einwanderungsbehörde gleicht einem überdimensionalen Flughafen-Gate. Zwischen den Sitzreihen läuft ein Beamter auf und ab und verkündet streng Anweisungen.
An den Wänden hängen sepiafarbene Fotos von der Quarantäneinsel Ellis Island im New Yorker Hafen, Fotos aus der Zeit der großen Masseneinwanderung in die USA zwischen 1860 und 1920. Es sind Familien aus Italien, Deutschland oder Irland, die ihr Hab und Gut in ein paar Koffern mit sich tragen und mit ebenso ängstlichen wie hoffnungsvollen Augen dem entgegenblicken, was sie wohl in der Neuen Welt erwarten mag.
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- Kategorie: Essay
Wie unsere Sprort- und Fitnesskultur immer mehr einem Selbstoptimierungswahn verfällt
Taz, 4.5.2026
Lothar Leder ist heute nur noch den älteren Anhängern des Ausdauersports ein Begriff, doch für diejenigen unter uns, die in den 90er Jahren den damals noch jungen Triathlonsport verfolgt haben, ist der heute 55-jährige Rheinhesse eine Legende. Nicht nur, weil er der erste Mensch war, der die Ironman-Distanz in unter acht Stunden absolviert hat. Es war vor allem die Art und Weise, wie er den Sport betrieben hat, die unsere Generation von Triathleten begeistert hat.
Beispielhaft dafür war alleine die Art, wie er den damals unvorstellbaren Rekord gebrochen hat. Leder ging Schulter an Schulter mit seinem Rivalen Rainer Müller auf die Marathonstrecke am Donaukanal in Roth. Nach wenigen Kilometern bemerkte Müller, dass das Tempo doch viel zu hoch sei. Leder zuckte mit den Schultern und lief in seinem Rhythmus weiter. Wie schnell er war, wusste er selbst nicht – er trug keine Uhr. Dass er den Rekord brechen würde, merkte er erst, als er auf der Schlussrunde am Marktplatz von Roth die Anzeigetafel sah.
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- Kategorie: Essay