Sebastian Moll
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Politik

  • Die Prediger des Präsidenten
  • Klasse sucht Kampf
  • Angriff der Sozialistinnen
  • Der berühmte unbekannte Kandidat
  • „Amerika hat den Sinn für das Gemeinwesen verloren“
  • Tom Nichols: Never Trump
  • Clarence Thomas: Die Mittelalterlichen Staaten von Amerika

Die Prediger des Präsidenten

Der ideologische Unterbau der Maga-Bewegung speist sich aus zahlreichen Denkschulen. Die einflussreichste kommt aus dem kalifornischen Claremont – und sie reicht weit über akademische Debatten hinaus bis in die Machtzentren der amerikanischen Rechten.

Cicero, 15.4.2026

Donald Trump tut sich überaus schwer, im eigenen Land die Invasion des Iran zu verkaufen. Die Begründungen für den Angriff schwankten alleine in den ersten zehn Tagen danach von der Verhinderung eines Atomschlages gegen Amerika über die Befreiung des iranischen Volks bis hin zur Vernichtung der nuklearen Kapazitäten des Landes, von denen er jedoch bereits neun Monate zuvor behauptet hatte, es gebe sie nicht mehr. Von Tag zu Tag schien der US Präsident sich tiefer in seinen widersprüchlichen Argumenten zu verheddern, während die Zustimmungsraten für den Militärschlag im Land täglich weiter abstürzten.

Der Entschluss, sich genau zu diesem Zeitpunkt im Nahen Osten in ein neues Abenteuer zu stürzen, wirkte zunehmend impulsiv und unüberlegt. Vor allem auch aus dem eigenen Lager hagelte es Kritik. Das Portal Bulwark, eine Plattform moderater Konservativer, titelte „Trump ist von einem Krieg verwirrt, den er selbst angezettelt hat“. Der ehemalige Fox News Moderator Tucker Carlson, der sich als republikanischer Präsidentschaftskandidat für 2028 in Stellung bringt, sprach von einem „ekelhaften und bösartigen“ Angriff. Curt Mills, Herausgeber des Magazins „The American Conservative“ sagte, das sehe sehr nach einer Wiederholung der Invasion des Irak aus, einer amerikanischen Militärmission, die kolossal gescheitert war.

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Klasse sucht Kampf

In den Vereinigten Staaten organisieren sich junge Ar­beit­neh­me­r:in­nen gegen prekäre Arbeit und soziale Ungleichheit – und entdecken Gewerkschaften als politische Kraft neu.

Taz 30.4.2026

Ein schmuckloser Kellerraum der Bibliothek von Kensington, einem ethnisch bunten Viertel von Brooklyn, das gefühlt viel weiter als die geografischen 20 Kilometer von Manhattan entfernt ist. Linoleumfußboden, feuerfeste Wandfarbe, keine Fenster. Um drei große Tische sitzen an einem verregneten Samstag 16 junge Menschen, niemand über 30, mit gezückten Notizblöcken und lauschen aufmerksam einer Powepoint-Präsentation.

Eric Birnbach, ein altgedienter Gewerkschafter mit grauen Haaren und hochgekrempelten Hemdsärmeln, erklärt die Schritte zur Arbeiterorganisation am Arbeitsplatz. Wie kommt man mit Mitarbeitern ins Gespräch? Wie erfährt man ihre Sorgen und Probleme? Wie überzeugt man sie davon, etwas zu tun? Wie kontert man die Einwände der Bosse? Und schließlich der schwerste Schritt: Wie überzeugt man sie davon, sich einer Gewerkschaft anzuschließen?

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Angriff der Sozialistinnen

In den Vorwahlen der US-Demokraten setzen sich immer mehr junge, linke Kandidatinnen durch. Sind sie das Rezept der Partei für den Triumph gegen die Maga-Bewegung? 

Republik, 04.08.2026

 

Ein schwülwarmer Sommersamstag in Harlem. Gewitter liegt in der Luft. In die St. Mary’s Church nahe der 125th street, der Magistrale des berühmtesten afroamerikanischen Viertels der USA, drängen sich mehr als 200 Menschen. Große Ventilatoren sind im Hauptschiff aufgestellt worden, es gibt keine Klimaanlage. Es rinnt der Schweiß.

Sie sind gekommen weil sie Sozialisten werden wollen oder zumindest neugierig sind. Die Partei der „Democratic Socialists of America“, die alleine in New York 15,000 Mitglieder hat, hat zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Wie man sich einbringen kann, an welchen Stellen man Dinge bewegen oder verändern kann. Wie man auf lokaler Ebene effektiv gegen das Trump Regime kämpfen kann.

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Der berühmte unbekannte Kandidat

Warum der Philosoph Cornel West um die US Präsidentschaft kandidierte

taz, 19.10.2024

Cornel West hatte offensichtliches Vergnügen an seinem Gerichtstermin in Pittsburgh am vergangenen Montag, bei seinem Plädoyer dafür, im Swing State Pennsylvania zur Präsidentschaftswahl zugelassen zu werden, fühlte sich der Philosoph und Theologe ganz in seinem Element. In seiner charakteristischen Mischung aus Vorlesung und Predigt ließ er das Gericht wissen, es gehe hier darum, „den moralischen und spirituellen Verfall Amerikas“ aufzuhalten. Es sei zentral für das Überleben der amerikanischen Demokratie, sagte er, dass die Öffentlichkeit Zugang zu anderen Stimmen bekomme, zu Stimmen, wie der seinen.

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„Amerika hat den Sinn für das Gemeinwesen verloren“

Pulitzer-Preisträger Evan Osnos berichtet für den New Yorker seit Jahren aus Washington und hat hautnahe den Aufstieg von Donald Trump begleitet. In seinem Buch „Mein wütendes Land“ versucht er die tiefen Ursachen für das Auseinanderdriften der USA anhand des Schicksals dreier Städte und ihrer Bewohner nach zu zeichnen.

 

Die Zeit 5.11.2022

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Tom Nichols: Never Trump

„Ich habe nicht die Partei verlassen, die Partei hat mich verlassen.“

Tom Nichols ist Professor für Außen- und Sicherheitspolitik an der Universität der amerikanischen Kriegsmarine und an der Harvard Universität und war Sicherheitsberater im US Senat. Nichols gilt in den USA nach zahlreichen Artikeln in namhaften Publikationen wie der New York Times und dem Atlantic Monthly als eine er bedeutendsten konservativen Stimmen gegen Trump. Nichols ist Berater für das Lincoln Project, einem Zusammenschluss ehemaliger republikanischer Politiker, die im Wahlkampf Joe Biden unterstützen.

Frankfurter Rundschau 18.10.2020

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Clarence Thomas: Die Mittelalterlichen Staaten von Amerika

Erst kippte der Supreme Court das Abtreibungsrecht, ein Verbot der Homo-Ehe und von Verhütungsmitteln könnten folgen. Hinter dem reaktionären Ruck steht Richter Clarence Thomas

Focus, 8.7.2022

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